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    Versorgungslösungen
    Orthesen für Fuß, Bein und Hüfte
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Was ist eine Orthese?

Eine Orthese gleicht körperliche Defizite aus, stützt Gelenke und schützt sie vor Rückfällen sowie Fehlstellungen.

Physiotherapie | © Pohlig GmbH
Physiotherapie

Wir trainieren mit dir den täglichen Gebrauch deiner Orthese.

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Oberschenkelorthese | © Pohlig GmbH

Hilfsmittel zum Schützen und Stützen

Orthesenversorgung der unteren Extremität

Das Ziel einer Orthese ist es, Defizite auszugleichen, Gelenke zu stützen und vor Rückfällen sowie Fehlstellungen schützen. Die Kunst einer guten Orthesen­versor­gung der unteren Extremität besteht darin, eine schonende Korrektur und Stabilisation des betroffenen Beins bzw. Fußes zu erreichen und gleich­zeitig eine bestmögliche Nutzung der Restfunktionen zu gewährleisten.

Als orthopä­dische Hilfsmittel werden Orthesen kurzfristig oder dauerhaft einge­setzt. Im Gegenteil zu flexiblen Bandagen bestehen sie aus festeren Materialien wie z.B. Kunststoff, um gezielt Bewegungen zu begrenzen bzw. Skelettdeformitäten zu korrigieren. Operations­ergebnisse können durch die gezielte Stabilisation und Bewe­gungs­­führung einer Orthese unterstützt und abschulend begleitet werden.

Versorgungslösungen

Orthesen für die untere Extremität

Abhängig von deiner Fußfehlstellung bzw. von deinem Krankheitsbild fertigen wir dir eine individuelle Orthese an. Das Spektrum unserer orthetischen Versor­gungs­lösungen ist riesen­groß. Manche Orthesen sorgen dafür, dass das Bein bzw. der Fuß in der korrekten Stellung gehalten wird.

Liegt eine Lähmung vor, kann dich eine Orthese sogar dabei unterstützen wieder erste eigene Schritte zu gehen (C-Brace®). Hier stellen wir dir die gängigsten Orthesen-Typen vor:

Icon Talus-Repositions-Ringorthese | © Pohlig GmbH
Talus-Repositions-Ringorthese
 (TRRO)

Die ringförmige Fußfassung fixiert den Fuß in der Orthese zuverlässig.

Icon Calcaneus-Rotations-Ringorthese  | © Pohlig GmbH
Calcaneus-Rotations-Ringorthese (CRRO)

Ursprünglich wurde die CRRO für die Korrektur des spastischen Klumpfußes konzipiert.

Icon Unterschenkelfußorthese | © Pohlig GmbH
Unterschenkel-Fußorthese
(USFO)

Eine dynamische Printorthese®, die das Sprunggelenk übergreift.

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Unterschenkelorthese

Fuß- und Unterschenkelteil sind durch ein Gelenk miteinander verbunden.

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Oberschenkelorthese

Diese Orthese besitzt ein bewegliches Fuß- und Kniegelenk.

Symbol C-Brace® | © Pohlig GmbH
Ottobock C-Brace®

Das intelligente Orthesen­system unterstützt dich bei Lähmungen der kniestrecken­den Muskulatur.

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Hüftabduktionsorthese (PHAO)

Die PHAO hält die Hüften in der medizinisch erforderlichen Abspreizstellung.

Unterschenkel-Fuß-Orthese - PRINTORTHESE® | © Pohlig GmbH
Funktion meets Design

Eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Orthesenbehandlung ist die konsequente Nutzung des Hilfsmittels. Dies kann nur erreicht werden, wenn du deine Orthese akzeptierst und sie im Alltag verlässlich trägst. Um dir das Tragen so angenehm wie möglich zu gestalten, fertigen wir ausschließlich Orthesen an, die hoch funktional sind und optisch überzeugen.

Selbstverständlich achten wir auf den Einsatz leichter Materialien, sodass keine zusätzliche Beeinträchtigung durch ein zu hohes Gewicht des Hilfsmittels entsteht. Bei allen Orthesen bieten wir ein breites Spektrum unterschied­lichster Farben und Designs an.

Konstruktionsbesprechung | © Pohlig GmbH
Interdisziplinäre Teamarbeit

In der Regel werden Orthesen nach einer eingehenden Untersuchung vom Arzt verordnet. Die Wahl des passenden Hilfsmittels erfolgt im Idealfall immer in Abstimmung zwischen Arzt, Physiotherapeut und Orthopädie­techniker.

Wir sind um diese interdisziplinäre Zusam­menarbeit sehr bemüht. Insbesondere bei der Versorgung von Kindern mit orthopädie­technischen Hilfsmitteln spielt Teamarbeit eine entscheidende Rolle. Dabei sitzen alle Parteien in einem Boot. Denn nur wenn Ärzte, Orthopädie­techniker, Therapeuten, Patienten und Eltern gemeinsam an einem Strang ziehen, können optimale Behandlungsergebnisse erzielt werden.

POHLIG-System | © Pohlig GmbH

Das POHLIG-System

Damit eine Orthese wirklich dort hilft, wo sie soll, wird sie vom Orthopädie­techniker individuell an den Körper angepasst. Nur so kann eine optimale Versorgung nach dem aktuellsten Stand der Technik gewährleistet werden.

Es hat sich bewährt bei der Versorgung unserer Orthesen-Patienten in segmentalen Ebenen zu denken. Erst wenn die einzelnen Körper-Etagen interdisziplinär diskutiert wurden, lässt sich das therapeutische Ziel der Orthesenversorgung erkennen und die Konstruktion der Orthesen festlegen. Das bedeutet in der Praxis, dass wir von oben nach unten vorgehen, also z.B. von der Hüfte über Knie und Fuß, und die Korrekturmaßnahmen Schritt für Schritt fest­legen.

Mit dem POHLIG-System, einem Anzieh­­system, bei dem die einzelnen Orthesenelemente getrennt voneinander ange­zogen werden, können wir selbst komplexeste Fehlstellungen berücksichtigen. Das separate Anzieh­system bietet die Möglichkeit zum isolierten Strecken, Beugen, Kippen, Drehen und Gegendrehen der Extremitäten und ermöglicht so eine gezielte Therapie.

Statisch oder dynamisch?

Statische Orthesen sollen betroffene Gelenke in ihrer Korrektur­stellung fixieren. Dynamisch wirkende Orthesen dagegen korri­gieren Fehlstellungen (beispielsweise bei Sehnen­verkür­zungen) unter Krafteinwirkung, z.B. durch die Verwendung von Federgelenken oder Gasdruckfedern.

Je nach Krankheitsbild und Ausprägung (z.B. ICP, AMC, Plexus­lähmung, Radiusaplasie usw.) können verschiedene Konstruktionen gewählt werden:

  • dynamische Gelenke zur Beugung, Streckung, Pronation oder Supination
  • verschiedene Verschlusssysteme
  • Adaptionen, um einzelne Teile der Orthese getrennt anziehen zu können

Sowohl statische als auch dynamische Orthesen werden häufig in der Nacht getragen. Nachts kann die betroffene Extremität über einen langen Zeitraum fixiert oder korrigiert werden. Für den Tag werden in der Regel funktionellere Orthesen angefertigt.

Tag-/Nachtversorgung | © Pohlig GmbH

Anleitung

Wie reinigt man einen Liner?

Ein Weichwandliner ist quasi der Innenschuh einer Orthese. Er besteht aus einem weichen Ledermaterial und stabilisiert den Fuß in der Orthese.

Wichtig ist, dass du deinen Liner regelmäßig auslüftest. Nur, wenn es unbedingt nötig ist, solltest du den Weichwandliner mit einem feuchten Tuch abwischen. Wir zeigen dir, wie du hier am besten vorgehst!

Fachartikel

Orthesenversorgung bei komplexen Gelenkfehlstellungen an der unteren Extremität

Autoren: M. Baise, K. Pohlig
Quelle: ORTHOPÄDIE-TECHNIK 04/11, Verlag Orthopädie-Technik Dortmund