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  • Infantile Zerebralparese | © Pohlig GmbH
    Krankheitsbild
    Infantile
    Zerebralparese (ICP)

Krankheitsbild mit vielen Gesichtern

Was genau ist infantile Zerebralparese?

Die infantile Zerebralparese (ICP) beschreibt eine frühkindliche Gehirnschädigung, die zu Störungen der Haltung, der Bewegung sowie der Koordi­nation führt. Sie kann im Mutterleib wie auch während oder nach der Geburt aufgrund eines Sauerstoffmangels hervorgerufen werden.

Die Ausprägung der Störungen ist bei jedem ICP-Patienten individuell. Die Muskulatur in Armen und/oder Beinen kann in unterschiedlicher Form betroffen sein. Während viele Kinder nur leichte Einschränkungen aufweisen, können in schwe­reren Fällen auch spastische Lähmungen auf­tre­ten. Die resultierenden moto­rischen Schwierig­keiten gehen oft einher mit zusätzlichen Beeinträchtigungen der Sinnesorgane und damit zusammen­hängend mit Kommunikation, Auffas­sung und Verhalten.

Synonym zum Begriff infantile Zerebralparese können auch die Bezeichnungen zerebrale Kinderlähmung, infantile Zerebral­lähmung, spasti­sche Lähmung oder Cerebral Palsy verwendet werden.

Infantile Zerebralparese Orthesen | © Pohlig GmbH
Infantile Zerebralparese Orthesen Pohlig | © Pohlig GmbH

Warum mit Orthesen behandeln?

Neben der ärztlichen und physiotherapeutischen Behandlung spielt die orthopädietechnische Versor­gung eine wesentliche Rolle, wenn es um die Therapie von ICP geht. Orthesen fungieren als Stützpfeiler, die das Ergebnis halten, das durch eine operative oder konservative Behandlung erzielt wurde.

Weitere Ziele einer Orthesenversorgung sind:

  • Verbesserung eingeschränkter Funktionen
  • Korrektur von Fehlstellungen
  • Muskeltounus-Regulierung
  • Schutz gefährdeter Regionen
  • Prophylaxe drohender Deformitäten
  • kosmetische Verbesserungen

Weil jeder Patient unterschiedlich ist, erstellen wir für dich ein individuelles Behandlungskonzept, das genau auf deine Anforderungen und Bedürfnisse zuge­schnit­ten ist. Die Tatsache, dass es sich bei ICP zwar um eine dauerhafte, jedoch keineswegs unveränderliche Schädigung handelt, da sich die Haltungs- und Bewegungs­störungen mit dem Wachs­tum und der Entwicklung verändern, macht eine langfristige Betreuung notwendig.

Symbol Arzt | © Pohlig GmbH
Kinderklinik Aschau

Die orthopädische Kinderklink in Aschau ist eine der größten Fachkliniken für Kinderorthopädie Mitteleuropas.

Interdisziplinärer Versorgungsansatz

Bei der orthopädietechnischen Versorgung von Säuglingen und Kindern ist es extrem wichtig, dass alle Parteien an einem Strang ziehen: Eltern, Ärzte, Techniker und Therapeuten.

Physiotherapie | © Pohlig GmbH
Physiotherapie

In unserer Zentrale sowie in allen unseren Niederlassungen begleiten Physiotherapeuten die individuelle Hilfsmittelversorgung unserer kleinen Patientinnen und Patienten.

Rundum versorgt!

Wir haben die Lösung

Finger-, Hand- und Armfehlstellungen können bei ICP-Patienten einzeln oder in Kombi­nation auftreten. Die meisten Kinder weisen außerdem  Fuß­fehl­stel­lun­gen auf. Der spas­tische Spitzfuß ist eine der häufigsten Deformitäten, bei der eine Behandlung mit Orthesen ratsam ist. Aber auch Klumpfüße, eine Knie­beuge­spastik und eine Hüft­addukto­ren­spastik lassen sich sehr gut mit Orthesen versorgen.

Unsere Hilfsmittel sind einzelne Bausteine des medizinischen und thera­peuti­schen Behand­­lungs­­konzepts. In Kombination mit Physio­thea­pie und Reha-Hilfsmitteln können verblüf­fende Ergebnisse für ICP-Patienten erzielt werden.

Unterschenkel-Fuß-Orthese - PRINTORTHESE® | © Pohlig GmbH
Studie: Spitzfuß-Behandlung

Der dynamische Spitzfuß ist eine der häufigsten motorischen Beeinträchtigungen bei Kindern, die unter infantiler Zerebralparese leiden.

Icon SimBrace Scan | © Pohlig GmbH
Seminare für Therapeuten & Ärzte

Interdisziplinärer Austausch, hochkarätige Referenten, praktische Demonstationen.

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Pohlig Lagerungssystem | © Pohlig GmbH

Lagerungssysteme

Bequem schlafen mit ICP

Insbesondere Zerebralparetiker der GMFCS-Klassen IV und V können oftmals ihre Liege­posi­tion nicht selbstständig verändern. So entstehen bei Patienten mit infantiler Zerebralparese positionelle (=lagebedingte) Deformitäten.

Individuelle Lagerungssysteme unterstützen die Liegepositionen des Betroffenen passiv. Sie halten zunehmende Deformitätsentwick­lungen an und ermöglichen eine oder mehre­re bequeme, tonus­regulierende Position(en). Zudem helfen sie Druckstellen zu vermeiden.

Kalte und blaue Extremitäten bei ICP-Patienten

Warum bekommt mein Kind "kalte Füße"?

Die infantile Zerebralparese (ICP) betrifft mehrere Funktions­­systeme. Störungen der Motorik, Wahrnehmung, Sprache und Anfallsbereitschaft sind allgemein bekannt. Fehlsteuerungen des vegetativen Nervensystems, das lebenswichtige Funktionen wie Herzschlag, Atmung oder Stoffwechsel steuert und kontrolliert, finden in der Therapie allerdings weniger Beachtung. Lebensqualität und Wohlbefinden der Betroffenen werden jedoch von den Auswirkungen solcher Fehlsteuerungen stark beeinflusst. Diese äußern sich in Rhythmusstörungen des Schlafes und der Atmung, vermehrtem Schwitzen und Speichelfluss, sowie verminderter Hautdurchblutung und Temperaturregulation.

Beobachtet man bei ICP-Patienten also kalte oder blaue Füße, dann liegen die Gründe dafür oft nicht in unpassendem Schuhwerk, sondern haben ganz andere Ursachen:

  • veränderte Motorik, erhöhte muskuläre Spannung
  • Immobilität
  • Körpertemperatur-Regulationsstörung, Zirkulationsstörung
  • Störung der Hypothalamus-Hypophysen-Achse