Kontakt
  • 3D-gedruckte Fußorthese vor dem Entpulvern | © Pohlig GmbH
    Orthopädie-Technik
    3D-Druck bei Pohlig
Wird bald nur noch gedruckt?

Nein. Aber bei manchen Hilfsmitteln macht die 3D-Drucktechnologie wegen des leichten und flexiblen Materials absolut Sinn.

Icon SimBrace Scan | © Pohlig GmbH
SimBrace®

Mit diesem Verfahren können wir deine Orthese simulieren, bevor sie produziert wird.

Termin vereinbaren

Vereinbare telefonisch einen Termin oder schreibe uns eine Nachricht!

Orthesen aus dem 3D-Drucker nach dem Färben | © Pohlig GmbH

Leicht, bunt, individuell

Hilfsmittel aus dem
3D-Drucker

Mit der 3D-Drucktechnologie können Hilfsmittel zunächst digital entwor­fen und anschließend schichtweise ausgedruckt werden. In der Orthopädie-Technik nutzen wir den 3D-Druck hauptsächlich, um besonders leichte, flexible und gleichzeitig hochfunktionelle Hilfsmittel(teile) zu produzieren. Dies ist z.B. bei einigen Finger- und Handorthesen der Fall, oder aber bei bestimmten Orthesen und Prothesen, die speziell für Kinder angefertigt werden. Handelt es sich dagegen um größere Hilfsmittel(teile), ist die Herstellung im 3D-Druck - verglichen mit der handwerklichen Herstellung aus konventionellen Materialien - nicht zielführend.

Ein großer Pluspunkt der 3D-Drucktechnologie liegt in der individuellen  Gestaltungs­möglich­keit. Farben, Muster und Personalisierungen lassen sich bei 3D-gedruckten Orthesen und Prothesen völlig individuell zusammenstellen.

Übersicht

Unsere 3D-gedruckten Hilfsmittel

Icon Spiralhandorthese
PRINTORTHESE®

Die PRINTORTHESE® ist eine Unterarm-Spiralorthese mit verschiedenen Variationsmöglichkeiten.

Icon Unterschenkelfußorthese | © Pohlig GmbH
Unterschenkel-Fußorthese

Durch das flexible Material der Unterschenkel-Fußorthese (USFO) kann der kindliche Fuß dynamisch abrollen.

Icon Pohlig-Hüftabduktions-Orthese | © Pohlig GmbH
PHAO

Die Hüftabduktionsorthese lagert die Hüfte und hält sie in der medizinisch erforderlichen Abspreizstellung.

PowerHip®

Die Eigenkraftorthese PowerHip®bewirkt bei jungen Spina bifida Patienten eine aktive Streckung der Hüfte - aus eigener Beinkraft!

Concept 4D-Orthese

Die Concept 4D-Orthese ist eine dynamische Korrekturlagerungsorthese, die nach geburtstraumatischer Plexuslähmung eingesetzt wird.

FIRST Prothese

Die FIRST Prothese ist eine extrem leichte Armprothese für Kleinkinder mit verschiedenen Wechsel-Aufsätzen.

Individuelle Lösungen

Handbike-Orthesen aus dem 3D-Drucker

Seitdem Daniel aufgrund eines Verkehrsunfalls gelähmt ist, spielt das Handbike fahren eine wichtige Rolle in seinem Leben. Um die Pedale allerdings umgreifen zu können, benötigt der 35-Jährige Handorthesen, die an seine individuelle Bewegungseinschränkung sowie die Pedale angepasst sind.
 
Bei seinem ersten Pohlig-Termin haben wir Daniels Arme zunächst gescannt. Anschließend wurden in unserer Entwicklungsabteilung maßgefertigte Handbike-Orthesen für den Para-Sportler konstruiert. Danach haben wir die Orthesen in unserem 3D-Drucker ausgedruckt, passend zu Daniels Bike rot eingefärbt und mit Verschlüssen versehen.
Individuelle Handbike-Orthese aus dem 3D-Drucker | © Pohlig GmbH

Vom Scan bis zur finalen Anprobe

Der Weg zum 3D-gedruckten Hilfsmittel

1) 3D-Scan

Zunächst fertigen wir einen 3D-Scan der betrof­fenen Körperregion an.

2) Konstruktion am PC

Auf Basis des Scan-Modells wird das Hilfsmittel anschließend virtuell am PC konstruiert.

3) 3D-Druck, Auspacken & Entpulvern

Der 3D-Drucker druckt mehrere konstruierte Hilfsmittel auf einmal aus. Die Ergebnisse befinden sich in einem einzigen weißen Pulverblock und müssen erst einmal "ausgepackt" werden, bevor wir sie vollständig entpulvern.

Symbol Schreibhilfe | © Pohlig GmbH
4) Färben

In einer Farbtrommel, die dem Inneren einer Waschmaschine ähnelt, werden alle 3D-gedruckten Hilfsmittel, die dieselbe Farbe erhalten sollen, rot, grün, blau etc. eingefärbt.

5) Anbringen von Verschlüssen usw.

In einigen Fällen müssen Verschlüsse etc. an der Orthese oder Prothese befestigt werden.

6) Anprobe

Ist das 3D-gedruckte Hilfsmittel fertiggestellt, kann es anprobiert werden. Eventuell müssen kleinere Korrekturen an der Orthese oder Prothese vorgenommen werden - wir bezeichnen diesen letzten Schritt als Finetuning.

Fachartikel

Integration additiver Fertigungsverfahren (3D-Druck) in den orthopädietechnischen Versorgungsalltag

Autoren: C. Kienzle, M. Schäfer
Quelle: ORTHOPÄDIE-TECHNIK 05/18, Verlag Orthopädie-Technik Dortmund

Hintergrund aus Papier | © Pohlig GmbH