• Orthoprothetik / Orthesen und Prothesen in Kombination

    Was ist eine Orthoprothese?

    Der Begriff Orthoprothese wird in der Orthopädietechnik für Hilfsmittel verwendet, die Konstruktionselemente sowohl von Prothesen als auch von Orthesen aufweisen.

    Wann werden Orthoprothesen eingesetzt?

    Orthoprothesen werden hauptsächlich bei Patienten mit angeborenen Fehlbildungen (Dysmelien) an der unteren Extremität eingesetzt. Die Orthoprothese verfolgt als Ziel, das Längendefizit an der betroffenen Extremität auszugleichen (Prothesenanteil) und das betroffene Bein, wenn erforderlich, korrigierend zu stützen (Orthesenanteil).

    Welche Arten von Dysmelien unterscheiden wir?

    Longitudinale Dysmelien sind Defekte in der Körper Längsachse. Hierzu zählen die Fibulaaplasie (Defekt des Wadenbeins), die Tibiaaplasie (Defekt des Schienbeins) oder der sogenannte Proximale Fokale Femurdefekt (PFFD), der eine Oberschenkelverkürzung, oft in Verbindung mit einem vermindert angelegtem Hüftgelenk beschreibt.

    Transversale Dysmelien (amputationsähnlich) sind Fehlbildungen in der Körper Querachse. Entweder war die betroffene Extremität nicht angelegt, oder wurde abgeschnürt. Im Falle einer Abschnürung (amniotische Abschnürung) legen sich Schlingen der Eihaut um die betroffene Gliedmaße, so dass diese sich nicht weiter entwickeln kann.

    Fibuladefekt

    fibulaaplasie

    Der Fibuladefekt (oder auch fibulare Hemimelie) bezeichnet das teilweise bis völlige Fehlen der Fibula (Wadenbein).
    Bei einem teilweisen Fehlen der Fibula spricht man von einer Hypoplasie (Typ 1a/1b), das völlige Fehlen der Fibula nennt man Aplasie (Typ 2). mehr erfahren

    Tibiadefekt

    Der Tibiadefekt (oder auch Tibiale Hemimelie) bezeichnet das teilweise bis völlige Fehlen der Tibia (Schienbein). Sie kann isoliert, häufiger aber in Verbindung mit Fehlbildungen am Fuß sowie einer Rückfuß-Fehlstellung einhergehen.
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    Proximaler fokaler Femurdefekt (PFFD)

    Ein Proximaler Femur Defekt PFFD (Proximal Femoral Focal Deficiency) stellt eine seltene angeborene Fehlbildung des Oberschenkelknochens dar, genauer dessen hüftnahen Anteiles sowie der dazugehörigen Hüftpfanne.
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    Das Femur-Fibula-Ulna-Syndrom (FFU-Syndrom)

    Unter dem Femur-Fibula-Ulna-Syndrom versteht man eine sehr seltene angeborene Erkrankung, bei der eine meist asymmetrische Kombination aus mehreren Defekten vorliegt. mehr erfahren

    Transversale Dysmelien

    Transversale Dysmelien

    Transversale Dysmelien werden in Amelie (völliges Fehlen einer Extremität) bzw. Peromelie (Fehlen des körperfernen Anteils) unterteilt. Die Hilfsmittelversorgung erfolgt entsprechend der Einteilung von prothetischen Versorgungen nach einer erworbenen Amputation.

    Tibiapseudarthrose

    tibiapseudarthrose

    Eine „angeborene“ (kongenitale oder infantile) Tibiapseudarthrose, (lat. Crus varum congenitum, engl. Congenital pseudarthrosis of the tibia), stellt eine seltene Sonderform einer Pseudarthrose am Unterschenkel dar. mehr erfahren

    Ischämischer Muskelinfarkt

    Ischämischer Muskelinfarkt