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  • Amputation | © Pohlig GmbH
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Wie geht es jetzt weiter?

Versorgungsprozess nach Amputation

Bei einer Amputation wird ein Körperteil operativ entfernt. Dies kann durch einen Unfall notwendig sein oder aufgrund von Vorerkrankungen.

Spätestens nach der Amputation stellt sich für jeden Patienten die Frage: "Wie geht es jetzt weiter?". Wie dein Leben in Zukunft aussehen wird, hängt sehr stark von dir selbst, deiner Ausdauer und Motivation ab.

Wir als Orthopädietechniker helfen dir - gemeinsam mit deinen Ärzten und Physiotherapeuten - den Verlust deines Körperteils durch eine Prothese bestmöglich auszugleichen. Optimal ist es, wenn dein Arzt schon vor der Amputation Kontakt zu uns aufnimmt. Wir können dann mit ihm abklären, was bei der Operation zu bedenken ist, um für die spätere Prothesenversorgung die bestmöglichen Voraussetzungen zu schaffen.

Unmittelbar nach der Operation steht die Heilung deines Stumpfes an aller erster Stelle. Eine gute Genesung ist die Voraussetzung für die anschließende Rehabilitation und Prothesen­versorgung. Schwellungen am Stumpf sind am Anfang ganz normal und gehen nach einiger Zeit in der Regel wieder zurück.

Amputation | © Pohlig GmbH

Der Versorgungsprozess nach einer Amputation kann bis zu einem dreiviertel Jahr dauern. Sobald dein Stumpf verheilt ist, passen wir dir deine Prothese an. Dies kann noch vor Ort im Krankenhaus geschehen oder im Anschluss an den Krankenhaus­aufenthalt in einer POHLIG-Nieder­lassung. Wir beraten dich zunächst über die verschiedenen Möglichkeiten und ent­schei­den gemeinsam, welche Prothese am besten zu dir passt.

Die Wahl deiner Prothese hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Neben der Frage, auf welcher Höhe des Armes oder des Beines die Amputation erfolgt ist, fließen deine gesundheitliche Verfassung, deine körperliche Fitness, dein häusliches Umfeld und deine beruflichen Anforderungen in die Überlegungen mit ein.

Ist deine Prothese nach mehreren Anprobeterminen fertiggestellt, trainieren unsere Physio­thera­peuten mit dir die konkrete Verwendung im Alltag.

Da die Prothese aufgrund von Gewichts­zunahme oder -abnahme bzw. wachstumsbedingt regelmäßig angepasst werden muss, begleiten wir dich - wenn du möchtest ein Leben lang - und stehen dir bei allen Fragen rund um deine Prothese zur Seite.

Prothese für Finger, Hand & Arm

Nach einer Finger-, Hand- oder Armamputation können Prothesen die wichtigsten Grundfunktionen der fehlenden Gliedmaße ersetzen (z.B. Hand öffnen und schließen) sowie das äußere Erscheinungsbild wiederherstellen. 

Icon Knieexprothese | © Pohlig GmbH
Prothese für Fuß, Bein & Hüfte

Fuß-, Bein- und Hüftprothesen können einen großen Teil deiner Mobilität wiederherstellen. Direkt nach der Amputation ist ein Gespräch mit deinem Orthopädietechniker sinnvoll: Er erklärt dir den Ablauf der Prothesenversorgung.

Wo wird amputiert?

Amputationshöhe an der oberen Extremität

Die Amputationshöhe bzw. das Amputationsniveau beschreibt die Stelle, an der ein Körperteil amputiert wird. Sie wird vor der Operation vom Arzt festgelegt. Neben vielen anderen Faktoren entscheidet die Amputationshöhe über die spätere Prothese. Denn abhängig vom jeweiligen Niveau müssen mehr oder weniger Körperteile und Gelenke durch die Prothese ersetzt werden.

Handelt es sich um einen geplanten Eingriff, kann dein Orthopädietechniker in die OP-Vorbesprechung miteinbezogen werden. Er kann gemeinsam mit dir und deinem Arzt klären, welche Amputationshöhe in deinem spezifischen Fall für die nachfolgende Prothesenversorgung am besten geeignet ist.

Hier erhältst du einen Überblick über die verschiedenen Amputationshöhen der oberen Extremität:

Finger:

  • Amputation und angeborene Fehlbildung der Langfinger bis einschließlich zur Gelenklinie des distalen Interphalangealgelenkes (DIP)
  • Amputation und angeborene Fehlbildung der Langfinger bis einschließlich zur Gelenklinie des proximalen Interphalangealgelenkes (PIP)
  • Amputation und angeborene Fehlbildung der Langfinger bis einschließlich zur Gelenklinie des Metacarpophalangealgelenkes (MCP)
  • Amputation und angeborene Fehlbildung des Daumens bis einschließlich zur Gelenklinie des Metacarpophalangealgelenkes (MCP)

Hand:

Bei der Hand unterteilt man grundsätzlich in longitudinale und transversale Amputationen. Die longitudinale Amputation betrifft gleichzeitig Finger, Mittelhand und Handwurzelreihe, die transversale Amputation wird horizontal durchgeführt.

  • Transcarpale Amputation (Amputation in den Handwurzelreihen)
  • Longitudinale Amputation
  • Handexartikulation (gesamte Hand wird im Gelenk amputiert)

Arm:

  • Unterarmamputation (lang, mittel, kurz, ultrakurz)
  • Exartikulation im Ellbogengelenk
  • Oberarmamputation (lang, mittel, kurz, ultrakurz)

Schulter:

  • Schulterexartikulation
  • Schultergürtelamputation (Amputation im Schultergürtel)
  • Forequarter Amputation (Amputation von Arm, Schulterblatt und Schlüsselbein)