Transversale Dysmelie / Versorgung mit Orthoprothesen

Transversale Dysmelie

Unter Dysmelie versteht man eine angeborene Fehlbildung einer oder mehrerer Gliedmaßen. Grundsätzlich wird zwischen transversalen und longitudinalen Gliedmaßendefekten unterschieden – je nach Lokalisation und anatomischem Erscheinungsbild. Transversale Dysmelien sind Gliedmaßenfehlbildungen, bei denen in der Transversalebene (also horizontal zur Längsachse des Körpers) Teile der Extremitäten nicht angelegt oder abgeschnürt sind.

Hier existieren wiederum drei verschiedene Ausprägungen: Perodaktylie bezeichnet die angeborene Missbildung an Fingern oder Zehen, Peromelie das Fehlen des körperfernen Anteils und Amelie das völlige Fehlen einer oder mehrerer Gliedmaßen. Siehe auch Tibiadefekt, Fibuladefekt, PFFD.

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Beispielversorgung mit Orthoprothesen bei transversaler Dysmelie beidseits

 

Über 90 Jahre Erfahrung in der Kinderorthopädie

Kinder und Jugendliche mit transversalen Dysmelien zu versorgen gehört zu unserer täglichen Arbeit. Es gibt kaum einen Patienten, den wir nicht wieder lauffähig machen können. Die Patienten und ihre Eltern sind meistens sehr zufrieden mit dem Ergebnis unserer Versorgung und kommen gerne wieder.
In der Regel begleiten unsere Spezialisten die jungen Patienten über viele Jahre ihres Wachstums hinweg. Dank der langjährigen und sehr engen Zusammenarbeit der Firma Pohlig mit der orthopädischen Kinderklinik Aschau können wir einen großen Pool an Know-How und Erfahrungen vorweisen.

Fachveröffentlichung Orthoprothetik/Dysmelie

facherveröffentlichung dysmelie

Orthoprothetische Versorgung longitudinaler Gliedmaßen­fehlbildungen an den unteren Extremitäten von Kindern und Jugendlichen
Autoren: M. Schäfer, H. Fleps, T. Baumeister, S. Wiedmann
Quelle: ORTHOPÄDIE-TECHNIK 01/18, Verlag Orthopädie-Technik Dortmund
Schlüsselwörter: Dysmelie, Gliedmaßenfehlbildung, Orthoprothese, Tibiadefekt, Tibiaaplasie, Fibuladefekt, Fibulaaplasie, Femurdefekt, PFFD

Die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit angeborenen Fehlbildungen an den unteren Glied­maßen stellt sich sehr komplex dar und erfordert von allen beteiligten Disziplinen eine systematische und an der Ausprägung des Defektes orientierte Vorgehensweise mit klaren Ziel­setzungen. Bestmögliche Ergebnisse können nur dann erreicht werden, wenn die unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten im Team zwischen Arzt, Therapeut und Orthopädie-Techniker eng abgestimmt werden und zielorientiert erfolgen. Die orthopädietechnische Versorgung mit Lagerungs- und Alltags-Orthoprothesen verfolgt – begleitend zu operativen und physio­thera­peu­tischen Behandlungen – sowohl wachstumslenkende als auch defektausgleichende Aufgaben. Die Behandlung soll den Betroffenen eine möglichst umfangreiche Teilhabe am Alltagsleben ermög­lichen und ihre Lebensqualität optimieren. Die im klinischen Bild sehr variantenreichen Ausprägungen der jeweiligen Fehlbildungsarten erfordern ein hohes Maß an individueller Gestal­tung des benötigten Hilfsmittels.
 
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