Studienteilnehmer gesucht: Spastischer Spitzfuß – Ein Vergleich orthetischer Behandlungskonzepte

Deutsches Register Klinischer Studien-ID: DRKS00014696

Der spastische Spitzfuß zählt zu den häufigsten Deformitäten bei infantiler Zerebralparese. Die schwache und verkürzte Wade erschwert das Gehen maßgeblich. Eine Alternative zur Operation ist die Dehnungsbehandlung mit Orthesen. Hierbei wird die Wadenmuskulatur gedehnt und die Gelenkbeweglichkeit verbessert. Es gibt unterschiedliche Orthesenkonzepte, welche zur Therapie eingesetzt werden: eine reine Nachtversorgung, mit oder ohne Oberschenkelteil, oder eine kombinierte Nacht- und Tagversorgung.

Abbildung 1

Das Ganglabor des Behandlungszentrums Aschau möchte die Effekte der unterschiedlichen Orthesenkonzepte zur Dehnung der Wadenmuskulatur auf das Gangbild und auf die Struktur des Muskels untersuchen. Erkenntnisse dieser Studie könnten unmittelbar in den klinischen Alltag integriert werden und zur individuellen Optimierung der Orthesenversorgung beitragen. Hierbei wird eine dreidimensionale Ganganalyse im Ganglabor des Behandlungszentrums Aschau durchgeführt. Dieser folgen noch spezielle Tests zur Kraftproduktion und Gelenksteifigkeit sowie eine Ultraschalluntersuchung der Wadenmuskulatur.

Für die Studie werden Kinder im Alter zwischen 5 und 14 Jahren gesucht mit der Diagnose einer infantilen Zerebralparese und einem Spitzfuß, die mit einer Orthese von POHLIG versorgt sind. Eltern und Kinder, die an der Studie teilnehmen, erhalten eine exakte dreidimensionale Analyse der Bewegungen und Belastungen einzelner Gelenke während des Gehens. Zusätzlich erhält das Kind ein Taschengeld als Dankeschön.

Kontakt:

Wenn Sie mitmachen wollen oder noch Fragen haben, melden Sie sich bitte im Ganglabor des Behandlungszentrums Aschau.

Laborleiter Dr. habil. Harald Böhm
Tel.: 08052 1712016
Email: h.boehm@bz-aschau.de

>> Hier geht’s zum Ganglabor der Kinderklink Aschau

>> Siehe auch: Unterschenkelorthesen / Behandlung des dynamischen Spitzfußes