Zainab – Schülerin aus Pakistan

Als Zainab als Achtjährige auf dem Dach ihres Elternhauses spielt und versehentlich die Starkstromleitung berührt, erleidet sie Verbrennungen vierten Grades. Die behandelnden Ärzte sehen schwarz für das pakistanische Mädchen. Doch wie durch ein Wunder kämpft sich Zainab zurück ins Leben. Nach und nach müssen ihr allerdings alle Arme und Beine amputiert werden. Sieben Jahre lang besucht das Mädchen in Pakistan tapfer die Schule und schreibt mit dem Mund.

Über eine Medizinstudentin, die von Zainabs tragischem Unfall erfährt, gelangt die mittlerweile Fünfzehnjährige zur Firma Pohlig. Ursprünglich sollten schlichte Prothesen für die Jugendliche angefertigt werden. Im Laufe der Behandlung stellen die Orthopädietechniker allerdings fest, dass eigentlich viel mehr möglich ist. Da in den kurzen Armstümpfen nach wie vor Nervenströme vorhanden sind, kann Zainab mit myoelektrisch gesteuerten Prothesen versorgt werden. Mithilfe dieser Hightech-Orthopädietechnik können Muskelgruppen Bewegungen steuern. Ihre Hand kann Zainab zum Beispiel öffnen und schließen, je nachdem wie sie ihre Schultermuskeln anspannt. Mit ihren Physiotherapeuten übt das junge Mädchen unermüdlich den Umgang mit den neuen Armprothesen ein, damit sie sich in ihrem Alltag daheim in Pakistan damit zurechtfindet. Das neue Lebensgefühl, das Zainab mit den myoelektrischen Armprothesen geschenkt wird, ist unbeschreiblich. Endlich ist das Mädchen unabhängig und kann selbstständig essen, trinken, schreiben und vieles mehr.