Tibiapseudarthrose / Versorgung mit Orthoprothesen

Tibiapseudarthrose

Eine Pseudarthrose (griech. pseudes  – „falsch“ und arthros – „Gelenk“) bezeichnet die ausbleibende Heilung eines Knochenbruchs oder einer Osteotomie (operative Durchtrennung von Knochen). Betrifft sie das Schienbein (Tibia), das Wadenbein sowie die begleitenden Weichteile, liegt eine kongenitale oder infantile Tibiapseudarthrose vor. Diese seltene Wachstums- und Entwicklungsstörung tritt gehäuft in Kombination mit Neurofibromatose auf.

Kennzeichnend ist eine zunehmende Verkrümmung der Unterschenkel­knochen nach Laufbeginn. Dies kann bis zu Infraktionen oder Frakturen führen, die nicht ausheilen, sondern eine Tendenz zur Ausdünnung der äußeren Randschicht des Knochens sowie Knochen­rückbildung aufweisen. Die Diagnosestellung erfolgt häufig erst nach ausbleibender Frakturheilung. Siehe auch Tibiadefekt.

Wir können Ihnen helfen

TibiapseudarthroseTibiapseudarthrose

Beispielversorgung mit Orthoprothesen bei einer Tibiapseudarthrose

Über 90 Jahre Erfahrung in der Kinderorthopädie

Wie im Film erkennbar, ist die Tibiapseudarthrose sehr gut belastbar, sodass keine Beeinträchtigungen beim Gehen vorliegen. Es gibt kaum einen Patienten, den wir nicht wieder lauffähig machen können. Die Patienten und ihre Eltern sind meistens sehr zufrieden mit dem Ergebnis unserer Versorgung und kommen gerne wieder.

In der Regel begleiten unsere Spezialisten die jungen Patienten über viele Jahre ihres Wachstums hinweg. Dank der langjährigen und sehr engen Zusammenarbeit der Firma Pohlig mit der orthopädischen Kinderklinik Aschau können wir einen großen Pool an Know-How und Erfahrungen vorweisen.

Fachveröffentlichung Orthoprothetik/Dysmelie

facherveröffentlichung dysmelie

Orthoprothetische Versorgung longitudinaler Gliedmaßen­fehlbildungen an den unteren Extremitäten von Kindern und Jugendlichen
Autoren: M. Schäfer, H. Fleps, T. Baumeister, S. Wiedmann
Quelle: ORTHOPÄDIE-TECHNIK 01/18, Verlag Orthopädie-Technik Dortmund
Schlüsselwörter: Dysmelie, Gliedmaßenfehlbildung, Orthoprothese, Tibiadefekt, Tibiaaplasie, Fibuladefekt, Fibulaaplasie, Femurdefekt, PFFD

Die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit angeborenen Fehlbildungen an den unteren Glied­maßen stellt sich sehr komplex dar und erfordert von allen beteiligten Disziplinen eine systematische und an der Ausprägung des Defektes orientierte Vorgehensweise mit klaren Ziel­setzungen. Bestmögliche Ergebnisse können nur dann erreicht werden, wenn die unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten im Team zwischen Arzt, Therapeut und Orthopädie-Techniker eng abgestimmt werden und zielorientiert erfolgen. Die orthopädietechnische Versorgung mit Lagerungs- und Alltags-Orthoprothesen verfolgt – begleitend zu operativen und physio­thera­peu­tischen Behandlungen – sowohl wachstumslenkende als auch defektausgleichende Aufgaben. Die Behandlung soll den Betroffenen eine möglichst umfangreiche Teilhabe am Alltagsleben ermög­lichen und ihre Lebensqualität optimieren. Die im klinischen Bild sehr variantenreichen Ausprägungen der jeweiligen Fehlbildungsarten erfordern ein hohes Maß an individueller Gestal­tung des benötigten Hilfsmittels.
 
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