• Fußdruckmessung / Pedobarografie

    Digitale Fußmessung (Pedobarografie)

    pohlig-fussdruckmessungDie von der Orthopädie-Schuhtechnik Pohlig angewandte Fußdruckmessung empfiehlt sich in besonderem Maße für Diabetiker, Rheumatiker, Sportler und Patienten mit Schmerzen im Bewegungsapparat. Bei der Fußdruckmessung (Pedobarografie) werden flexible, sehr dünne elektronische Messsohlen in den Schuh eingelegt. Über einen Sender, den der Patient während der Messung bei sich trägt, werden dann beim Gehen (dynamische Messung) oder beim Stehen (statische Messung) auf den Fuß einwirkende Kräfte registriert und die so gewonnenen Daten per Funk an einen Computer übermittelt.

    Gewebeschädigende Druckspitzen an der Fußsohle können damit genau lokalisiert, erkannt und behandelt werden. Durch eine individuelle Versorgung des Patienten werden diese Druckspitzen gedämpft, entlastet und großflächiger verteilt. Besonders bei diabetischen Füßen ist die Druckmessung, aufgrund des bei Neuropathien stark eingeschränkten Schmerzempfindens, unerlässlich zur Vermeidung von Druckulcerationen. Ähnliches gilt bei Patienten, die an arterieller Verschlusskrankheit und Rheuma leiden. Durch eine Nachkontrolle mit den Messsohlen ist es möglich, die Wirkung des angefertigten Hilfsmittels in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren und gegebenenfalls zu optimieren. Die Analyse liefert wertvolle Erkenntnisse über die Beanspruchung der unteren Extremitäten und dient somit auch zum rechtzeitigen Erkennen von Fuß- und Beinabnormalitäten.

    Weitere Fußvermessungsmethoden

    fussdruckmessungNeben der digitalen Fußmessung werden zur Optimierung der Versorgung auch die anderen Fußvermessungsmethoden angewandt. Ausgeprägte Fehlstellungen erkennt man auch ohne Röntgenbild – einfach am Fußabdruck.

    Mit diesem einfachen und erprobten Verfahren (Blaupause) lässt sich ein sehr genauer plantarer Fußabdruck herstellen. Abweichungen des Längsgewölbes zeichnen sich sehr genau ab. Bei komplizierten Fällen benutzen unsere Orthopädieschuhtechniker-Meister den 3D-Fußscan als Abdruck zur Einlagenversorgung. Hierbei wird der Fuß auf einer Glasplatte von einem Streifenscanner abgetastet und das entstandene Bild wird als Grundform für die Einlage verwendet. Somit wird die Einlage nicht mehr über einen Rohling gefertigt sondern der Fuß ist der Einlagenrohling – dies verbessert die Passform erheblich und ermöglicht eine wesentlich genauere Modellierung und Ausarbeitung der Einlage am PC. Ein weiterer Vorteil ist, dass man die modellierte Einlage jederzeit exakt reproduzieren kann.

     trittschaum

    Zusätzlich zum 3-D Scan Messverfahren wird von unseren Orthopädie-Schuhtechniker-Meistern das Trittschaumverfahren angewendet. Mit dem Trittschaumabdruck entsteht dann ein dreidimensionales Relief ihres Fußes das mit PVC oder anderem Material ausgegossen wird und als Form für die Herstellung Ihrer Maßeinlagen oder Maßschuhe dienen kann.