FFU-Syndrom / Versorgung mit Orthoprothesen

Femur-Fibula-Ulna-Syndrom (FFU-Syndrom)

Unter dem Femur-Fibula-Ulna-Syndrom versteht man eine sehr seltene angeborene Erkrankung, bei der eine meist asymmetrische Kombination aus mehreren Defekten vorliegt. Diese betreffen in der Regel den Ober­schenkelknochen (Femur) und das Wadenbein (Fibula) einer Körperseite

sowie die Elle (Ulna) oder das Ellbogengelenk (Ellbogenaplasie) auf der gegenüberliegenden Seite. Zuweilen wird das FFU-Syndrom auch dem PFFD zugeordnet (siehe auch: Tibiadefekt.

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Femur-Fibula-Ulna-Syndrom (FFU-Syndrom)Femur-Fibula-Ulna-Syndrom (FFU-Syndrom)

Beispielversorgung mit Orthoprothesen bei einem FFU-Syndrom

 

Über 90 Jahre Erfahrung in der Kinderorthopädie

Mit der Versorgung von Kindern und Jugendlichen, die ein FFU-Syndrom haben, kennen wir uns bestens aus. Es gibt kaum einen Patienten, den wir nicht wieder lauffähig machen können. In der Regel begleiten unsere Spezialisten die jungen Patienten über viele Jahre ihres Wachstums hinweg.

Dank der langjährigen und sehr engen Zusammenarbeit der Firma Pohlig mit der orthopädischen Kinderklinik Aschau können wir einen großen Pool an Know-How und Erfahrungen vorweisen.

Fachveröffentlichung Orthoprothetik/Dysmelie

facherveröffentlichung dysmelie

Orthoprothetische Versorgung longitudinaler Gliedmaßen­fehlbildungen an den unteren Extremitäten von Kindern und Jugendlichen
Autoren: M. Schäfer, H. Fleps, T. Baumeister, S. Wiedmann
Quelle: ORTHOPÄDIE-TECHNIK 01/18, Verlag Orthopädie-Technik Dortmund
Schlüsselwörter: Dysmelie, Gliedmaßenfehlbildung, Orthoprothese, Tibiadefekt, Tibiaaplasie, Fibuladefekt, Fibulaaplasie, Femurdefekt, PFFD

Die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit angeborenen Fehlbildungen an den unteren Glied­maßen stellt sich sehr komplex dar und erfordert von allen beteiligten Disziplinen eine systematische und an der Ausprägung des Defektes orientierte Vorgehensweise mit klaren Ziel­setzungen. Bestmögliche Ergebnisse können nur dann erreicht werden, wenn die unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten im Team zwischen Arzt, Therapeut und Orthopädie-Techniker eng abgestimmt werden und zielorientiert erfolgen. Die orthopädietechnische Versorgung mit Lagerungs- und Alltags-Orthoprothesen verfolgt – begleitend zu operativen und physio­thera­peu­tischen Behandlungen – sowohl wachstumslenkende als auch defektausgleichende Aufgaben. Die Behandlung soll den Betroffenen eine möglichst umfangreiche Teilhabe am Alltagsleben ermög­lichen und ihre Lebensqualität optimieren. Die im klinischen Bild sehr variantenreichen Ausprägungen der jeweiligen Fehlbildungsarten erfordern ein hohes Maß an individueller Gestal­tung des benötigten Hilfsmittels.
 
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