Neue Produkte und Verfahren sorgen für höhere Lebensqualität
Erfahrung und Innovation: Auf dem Zusammenspiel dieser beiden wichtigen Elemente fußen die Erfolge von Pohlig. Regelmäßig wird an intensiv an Neuerungen gearbeitet, die unseren Patienten in Verbindung mit dem über Jahrzehnte in unserem Unternehmen angesammelten Know-how zu immer höherer Lebensqualität verhelfen.
Gerade in der Orthopädietechnik ist in diesem Unternehmen inzwischen eine große Zahl innovativer Versorgungstechniken entwickelt worden. Ihre Bedeutung wird dadurch unterstrichen, dass für viele von ihnen auch gewerbliche Schutzrechte, also Patente und Gebrauchsmuster, erteilt worden sind.
Die Verbesserung der eigenen Leistung zum Wohl der uns anvertrauten Patienten wird als ständige Herausforderung betrachtet. Die Grundlage dafür bildet ein stets offenes Ohr für die Probleme und Bedürfnisse behinderter Mitmenschen. Lösungen werden in enger Zusammenarbeit zwischen ärztlichen und technischen Disziplinen erarbeitet.
Erhebliche Vorteile in der Versorgung von Patienten mit komplexen Behinderungen konnten zum Beispiel mit Erfindungen im Bereich der individuell-handwerklich angefertigten orthopädischen Hilfsmittel erzielt werden. Beispielhaft hierfür kann eine Reihe von Verfahren gelten, die bei Pohlig entwickelt worden sind:
Prothetik
Die CAT-CAM-Modelltechnik nach K. Pohlig
Eine längsovale Schaftform ergänzt seit Jahren die Palette der Schaftfertigungs-Verfahren. Als eines der ersten Unternehmen in Deutschland hat Pohlig 1988 die neuen Herausforderungen zur Gestaltung physiologischerer Prothesensysteme angenommen. Die CAT-CAM-Modelltechnik wurde bei der Anfertigung von Oberschenkelschäften speziell auf die Anforderungen des längsovalen Schafts abgestimmt und präzisiert. Langzeituntersuchungen von oberschenkelamputierten Patienten mit Oberschäften in CAT-CAM-Technik belegen, dass die längsovale physiologische Schaftform der quer- oder quadrilateralen Einbettung weit überlegen ist.
Das Air Contact System nach Pohlig bei Oberschenkelstümpfen
Volumenschwankungen des Stumpfs stellen Patienten und Orthopädietechniker vor erhebliche Probleme. Mit dem bei Pohlig entwickelten Air Contact System können Stumpf- und Schaftvolumen optimal und mit großer Flexibilität an- und nachgepasst werden. Zu diesem Zweck werden regulierbare Luftkammern in die Oberschenkel-Prothesenschäfte integriert. Auf diese Weise wird gegenüber anderen Methoden eine vorteilhaftere Haftung und Führung der Prothese erreicht.
Orthetische Versorgung
Die Versorgungserfolge des Orthesenkonzeptes mit ringförmigen Fußfassungen basieren auf dem, mit Fr. Dr.(B) Monique Baise gemeinsam entwickelten TR-Ringorthesen-Konzept. Als erstes Produkt wurde die TR-Ringorthese im Jahre 1994 zum Patent angemeldet. Die TR-Ringorthese steht heute noch unter Patentschutz und kann als Grundlage vieler orthetischer Weiterentwicklungen im Hause Pohlig genant werden.
Bei komplexen Fehlstellungen der unteren Extremität bringt das patentgeschützte Pohlig Rotationssystem wesentliche Vorteile mit sich.
Das Anlegen dieses Orthesensystems beruht auf einer separaten Anziehtechnik der einzelnen Orthesenkomponenten. Diese segmentale Adaption gewährleistet eine bestmögliche Korrektur komplexer intraartikulärer Fehlstellungen.
Ferner bietet diese Technik eine Unterstützung im Zuge der therapeutischen Behandlung. Einzelne Orthesenkomponenten können gezielt abgenommen werden, damit die betroffenen Beinpartien gezielt beübt werden können.
Silikonprodukte
In der technischen Orthopädie gewinnen Silikone bei der Herstellung individueller Prothesen wegen ihrer positiven Eigenschaften mehr und mehr an Bedeutung. Bei der Anwendung der Silikon-Technik ist Pohlig heute in Europa auf seinem Fachgebiet führend. Die eingetragene Marke Pohlicone steht für langjährige Kompetenz in der handwerklichen Anfertigung individueller Prothesen und Orthesen aus Silikon. In der Fachwelt findet darüber hinaus die Pohlicone-Klassifikationen viel Beachtung. Mit dieser systematischen Typenklassifizierung nach dem Amputationsniveau lassen sich die unterschiedlichen Möglichkeiten bei der Suche nach der bestmöglichen prothetischen Versorgung differenzieren. Im firmeneigenen Labor wurden bereits weit mehr als 350 verschiedene Silikone für unterschiedlichste Anwendungsbereiche erprobt.
Den Forschungs- und Entwicklungsarbeiten wird Pohlig auch in Zukunft hohe Aufmerksamkeit widmen. Die Innovationspalette des Unternehmens wird durch kontinuierliche Neuentwicklungen, laufende Patentanmeldungen und Gebrauchsmuster ständig ergänzt.