Fast 90 Jahre vertrauensvolle Arbeit am Patienten
In fast neun Jahrzehnten hat sich das Unternehmen Pohlig zu einem der bedeutendsten deutschen Spezialisten für Orthopädietechnik entwickelt. Ein breites Spektrum weiterer Angebote – von Reha-Technik über Sanitätshaus bis zu Orthopädie-Schuhtechnik und einem exklusiven Wäschehaus – rundet das Programm ab.
Die Anfänge
Die Firmenhistorie begann im Jahr 1920, als der Chirurgie-Mechanikermeister Otto Pohlig in der malerischen oberbayerischen Stadt Traunstein gemeinsam mit seiner Frau Helene einen Betrieb gründete. Schon ein Jahr später eröffneten die jungen Unternehmer zusätzlich ein Sanitäts- und Miederwaren-Fachgeschäft mit angeschlossener Orthopädiewerkstatt.
Nach Kriegswirren und Neuanfang wurde die orthopädische Werkstatt im Jahr 1955 umgebaut und erweitert. Kurt Pohlig senior, der die Firma zu dieser Zeit in zweiter Generation führte, starb 1956. Seine Frau Amalie Pohlig führte den Betrieb fort. 1969 trat ihr Sohn Kurt Pohlig junior als Gesellschafter ein, nachdem er 1967 seine Meisterprüfung im Orthopädiemechaniker-Handwerk absolviert und im Bundesleistungswettbewerb gewonnen hatte.
Die achtziger Jahre: Weichenstellungen für die Expansion
1981 übernahm Kurt Pohlig zusammen mit seiner Frau Sieglinde das Unternehmen in der dritten Familiengeneration. Damals beschäftigte die Firma bereits 25 Mitarbeiter. Nun wurde ein starkes Wachstum des Unternehmens eingeleitet. Eine wichtige Weichenstellung war dabei 1986 die Aufteilung in vier Geschäftsbereiche, nämlich Orthopädie-Technik, Reha-Technik, ein Sanitätshaus und ein exklusives Wäschegeschäft. Diese Konzentration ermöglichte in all diesen Zweigen die Vertiefung des Know-hows mit starker fachlicher Spezialisierung und intensiver Betreuung der Kunden.
Umfassendes Versorgungskonzept und wegweisende Kooperationen
Im größten Geschäftsbereich Orthopädietechnik wurde in Zusammenarbeit mit namhaften Kliniken und Forschungseinrichtungen zunehmend ein umfassendes Versorgungskonzept aufgebaut. Von vornherein wurde neben der individuellen Großorthopädie auch besonders der Kinderorthopädie viel Aufmerksamkeit geschenkt. Immer weiter vertieft wurde dabei eine Kooperation mit der Orthopädischen Kinderklinik Aschau. Zu einem wesentlichen Teil auf der Grundlage eigener Patente des Firmeninhabers und von Mitarbeitern wurden bei Pohlig zunehmend innovative Verfahren entwickelt, die in Expertenkreisen viel Beachtung fanden. Kontinuierlich verstärkt wurde mit der Zeit auch eine enge Zusammenarbeit mit Forschungsorganisationen und Herstellern.
Immer größerer Einzugsbereich
Der Ruf des Unternehmens strahlte unterdessen immer weiter aus. Zunehmend schickten Ärzte aus weit entfernten Regionen ihre Patienten nach Traunstein, um sie dort fachkundig versorgen zu lassen. Von weither kamen immer mehr Menschen, um sich bei Pohlig helfen zu lassen - aus der ganzen Bundesrepublik, aus dem europäischen Ausland, ja sogar aus Afrika. Derart große Einzugsbereiche sind in der eher regional und mittelständisch geprägten Branche der Orthopädietechnik eher untypisch.
Neue Standorte
Wegen der weiten Anfahrten, die viele Kunden in Kauf nehmen mussten, entschloss sich der Eigentümer des Unternehmens 1998, in Nürnberg eine Niederlassung für Orthopädietechnik einzurichten. Für Kunden aus nördlichen Regionen erwies sich dies als wesentliche Erleichterung. In Traunstein wurden bald darauf die Orthopädie-Werkstatt und die Reha-Technik in neue Räume in der Grabenstätter Straße ausgelagert (1999).
Die Expansion des Unternehmens schritt von nun an immer schneller voran. Um das Jahr 2000 wurde die Marke von 150 Mitarbeitern überschritten. Bereits 2003 kam eine weitere Niederlassung in München für Orthopädie-Technik und Reha-Technik hinzu. 2007 wurde die Nürnberger Niederlassung ausgebaut. Im gleichen Jahr wurde auch in der österreichischen Hauptstadt Wien das Gemeinschaftsunternehmen Pohlig Tappe gegründet.
Aufbau in Heidelberg
Einen besonders wichtigen weiteren Expansionsschritt unternahm die Pohlig GmbH im Jahr 2008 mit der Gründung einer Niederlassung in Heidelberg. Sie entwickelt sich nun mehr und mehr zu einem Anziehungspunkt für Patienten aus West- und Norddeutschland sowie das benachbarte Ausland. Ebenfalls 2008 bezog die Niederlassung Traunreut eigene Räumlichkeiten in einem Gesundheitszentrum.
Im Jahr 2009 wurde die Außenstelle Aschau in eigenen Räumen eröffnet. Die Belegschaft der Pohlig-Gruppe umfasst inzwischen mehr als 300 hoch motivierte Mitarbeiter.